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Kult seit 20 Jahren

M-Budget feiert 2016 sein Jubiläum. Die Produkte in der grün-weissen Verpackung kennt mittlerweile die ganze Schweiz. Die Inspiration dafür aber stammt vom anderen Ende der Welt.

Mitte der Neunzigerjahre suchte die Migros neue Möglichkeiten, um kleine Budgets und grosse Familien spürbar zu entlasten. Denn nach der Rezession von 1990 bis 1993 stagnierte die Wirtschaft, die Arbeitslosigkeit stieg auf fünf Prozent, und es war nicht abzusehen, wann sie sich wieder erholen würde. Statt dafür eigens eine neue Ladenkette zu gründen, entschied man sich bei der Migros für eine Tiefpreislinie über das gesamte Sortiment. Die Produkte sollten günstig aussehen und sich visuell deutlich von anderen Produktelinien abheben. So lautete der Auftrag an die Verpackungsdesigner. Das Vorbild dafür kam aus Australien, wo es bereits eine solche Billiglinie mit einem einheitlichen, aufs Nötigste reduzierten Design gab. Herausgekommen ist der unverkennbare M-Budget-Look mit seinem satten Grün, schlichtem Weiss, wenig Schwarz- und natürlich mit dem prägnanten orangen M. «Die Verpackung der M-Budget-Produkte sollte in den Regalen sofort auffallen», sagt Designer Kurt Lips, der damals für die Gestaltung der Verpackung mitverantwortlich war.

 

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Die Pioniere der M-Budget-Linie: Mineralwasser, Früchtekonserven und Schokolade.

Die ersten Produkte, die 1996 in diese neu gestaltete Hülle verpackt wurden, waren Schokolade, Mineralwasser und Süssgetränke, Früchtekonserven sowie weitere beliebte Food-Artikel. Die Produkte für den täglichen Gebrauch stiessen bald nach deren Lancierung nicht nur bei der eigentlichen Zielgruppe, den grossen Familien, sondern auch bei jungen Leuten in Wohngemeinschaften auf breite Akzeptanz.

 

 

«Lieber ein Brot als die Ferien streichen» oder «Toast für ein Butterbrot». Diese und vier weitere prägnante Slogans zierten im September 2006 Plakatwände und Zeitungsseiten. Die Botschaften der landesweiten Werbekampagne warben für 70 neue M-Budget-Produkte.

 

Witzige Kampagnen, freche Ideen

Über die Jahre wächst das M-Budget-Sortiment kontinuierlich an. Was 1996 mit 70 Artikeln begann, umfasst heute über 500 verschiedene Produkte und hat sich zu einem Kult jenseits der üblichen Identifikation gemausert. Von Anfang an haben witzige Werbekampagnen M-Budget begleitet. Mit frechen Ideen, die teilweise auch provozierten, wurde auf neue Produkte im Sortiment hingewiesen. Dabei stand auch oft der Kunde im Zentrum. So wurde zum Beispiel 2011 die «M-Budget-WG» gesucht und in einem Auswahlverfahren à la Reality-TV-Show gefunden.

Das M-Budget-Engagement weitete sich in der Folge auf die sechs grössten Schweizer Open Airs – Frauenfeld, St. Gallen, Paléo, Gurten, Heitere und Gampel – aus. So verloste M-Budget in diesem Sommer jeweils 500 Festivalpässe.

Vor Ort gibt es in einer eigenen Zone günstige Verpflegung, einen M-Budget-Shop sowie Unterhaltungsangebote wie das Böllelibad oder den Fotobuzzer. Diese Art der Vermarktung, die von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr geschätzt wird, wurde zu Beginn des Jahres durch ein Ski-Weekend für M-Budget-Fans zum M-Budget-Preis in Laax ergänzt. 

 

 

Zum jungen, coolen Image der Marke M-Budget tragen Veranstaltungen wie Skiwochenenden, Partys und auch die Präsenz an Open-Air-Festivals mit entsprechenden Angeboten für die Besucher bei. Die Strategie dahinter: jungen Erwachsenen für wenig Geld oder sogar gratis attraktive Erlebnisse bieten. So waren zum Beispiel Anfang März am Ski-Weekend in Laax sowohl die An- und Rückreise als auch die Übernachtung im «Riders Palace», der Skipass für zwei Tage, der Lunch und das Abendessen an beiden Tagen sowie eine Party mit internationalen DJs im Preis von 149 Franken inbegriffen.

«Günstige Preise und einzigartige Erlebnisse»

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Bettina Huwyler ist bei der Migros Markenverantwortliche für M-Budget.

Bettina Huwyler, warum sind M-Budget-Produkte günstiger?

Hier spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: Das M-Budget-Sortiment hat ein einheitliches und simples Verpackungsdesign. Die Produkte werden mehrheitlich in Grosspackungen angeboten, die auch die Transportund Lagerkosten tief halten. Auf hochwertige Zutaten wird verzichtet, und die Preise sind sehr knapp kalkuliert. Daher gibt es bei M-Budget auch keine Aktionen.

Wie wurde M-Budget zum Kult?

Dazu hat bestimmt das sehr auffällige Verpackungsdesign einen grossen Teil beigetragen, aber auch die humorvollen Werbekampagnen sowie die M-Budget-Partys, die M-Budget-WGs und auch das Engagement an den grössten Open-Air-Festivals.

Welche Idee steckt hinter solchen Engagements?

Wir möchten der jungen Zielgruppe, die aufgrund ihrer Ausbildung nur wenig Geld zur Verfügung hat, nicht nur günstige Preise, sondern auch einzigartige Erlebnisse mit M-Budget bieten. Für wenig oder gar kein Geld. Wie setzt sich das M-Budget- Sortiment zusammen? Das M-Budget-Sortiment setzt sich aus über 500 Alltagsprodukten aus dem Super- und Verbrauchermarkt zusammen. Dazu kommen einzelne elektronische Produkte sowie diverse Angebote für TV, Internet und Mobiltelefonie.

M-Budget garantiert Tiefpreise. Was bedeutet das?

M-Budget garantiert für das Gesamte Sortiment Tiefpreise. Das heisst, der Kunde findet in keinem anderen national tätigen Supermarkt gleichwertige Produkte zu einem tieferen Preis. Sollte dennoch ein vergleichbares Produkt zu einem niedrigeren Preis gefunden werden, kann dies der Migros-Infoline gemeldet werden. Wir werden dies sofort überprüfen und gegebenenfalls unseren Preis umgehend anpassen.

Welches sind die meistverkauften M-Budget-Artikel?

Der Spitzenreiter ist der Energydrink. Weitere Top-Artikel sind die Milch, die Bananen, das Mineralwasser, das Toastbrot und der Magerquark.

Was ist Ihr Lieblingsprodukt?

Ich mag das Nature Joghurt und Chewing Gum Spearmint besonders gern.